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Besuch der „Fazenda Da Esperanca“ in Sundern-Hellefeld

Vor 30 Jahren wurde in Brasilien die erste „Fazenda da Esperanca“ („Hof der Hoffnung“) als Ort des Neubeginns für Alkohol- und Drogenabhängige sowie Spielsüchtige gegründet. Inzwischen gibt es eine Vielzahl an „Fazendas“ weltweit.

Auch in Sundern-Hellefeld im Sauerland wurde 2012 ein ehemaliges Schwesternhaus in die „Fazenda da Esperança St. Josef“ umfunktioniert. Heute steht das Haus offen für 16 Frauen aller Altersstufen, die einen neuen Lebensweg einschlagen möchten.

Gruppen und Einzelpersonen sind nach Absprache dazu eingeladen, das Haus zu besuchen  und das Leben der Gemeinschaft kennenzulernen und mitzuleben. Diese Möglichkeit nahm jetzt auch die Kolpingsfamilie Hemer war und reiste mit 33 Personen nach Sundern-Hellefeld. Hier wurde ihnen ausführlich der Zweck des Hauses vorgestellt. So erfuhren die Kolpinger unter anderem, dass die Frauen nicht gezwungen werden im Haus zu leben. Jeder kann jederzeit kommen und wieder gehen. Angesetzt ist die Dauer des Aufenthalts jedoch  für ein Jahr. So nehmen die Frauen vielmehr die Möglichkeit wahr, ihr Leben mit Sucht, Kriminalität oder Prostitution hinter sich zu lassen. Sie erhalten dafür ganzheitliche Hilfe von ehrenamtlichen Engagierten und zwei Schwestern der christlichen Liebe aus Paderborn. Sie leben mit im Haus und bieten den Frauen geistliche Unterstützung an.

Das Prinzip der „Fazenda da Esperanca“: Gemeinschaft, Arbeit und Glaube. Die Frauen erhalten einen geschützten Raum, erfahren einen strukturierten Tagesablauf und die Möglichkeit die Ursachen und Hintergründe ihres alten Lebens aufzuarbeiten. Im Gegenzug dazu gewöhnen sie sich an regelmäßige Arbeit und Mithilfe im Haus. Jede Mitbewohnerin hilft dabei, das Leben im Haus mitzugestalten und andere Mitbewohnerinnen zu unterstützen. So werden im eigenen Hofladen eigene Produkte wie Marmelade, Säfte und Handarbeit verkauft.

Nachdenklich und voller Hochachtung vor den Menschen, die diese Arbeit ehrenamtlich leisten, verabschiedeten sich die Gäste vom „Hof der Hoffnung“, der seinem Namen alle Ehre macht.

Text & Bild: Paul Link