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Carmina Burana – ein fulminantes Konzerterlebnis

Wieder einmal hatte die Kolpingsfamilie Verl zu einem der jährlich stattfindenden Konzerte am Besinnungsweg eingeladen. Und wiederum wurden die Besucher reich belohnt.

Das deutsch-italienische Duo Gaby Bultmann und Daniele Ruzzier präsentierte CARMINA BURANA als szenisches Konzert mit wunderbaren Gesängen zum Spiel von mittelalterlichen Instrumenten wie Psalter, Drehleier, Einhandflöten, Bronzeglocken, Saitentambourin und Perkussion. Moralisch-satirische Lieder, Frühlings- und Liebesweisen, Trink- und Spielerlieder sowie geistliche Lieder wurden zum Mysterienspiel und entführten die gut 150 Besucher in die Zeit des Mittelalters.

Gleich zu Beginn ertönte „curritur ad vocem“, ein zweistimmiges ironisches Lied über den Verfall der Gesellschaft und mit dem wunderbaren Gesang zum Spiel der Psalter zog das Duo die Besucher sofort in seinen Bann. Es folgten Lieder aus der „Spielermesse“ in dem verballhornt der Gott des Würfelspiels Deus Decius angerufen wird. Aus „clauso chronos“ ruft die singende Nachtigall Nymphen und Satyrn zum Tanz im Frühlingslied, während Priester Aron in „epystola“ als Wucherer den Spielern Kleidung verleiht und damit zum Weiterspielen verleitet. In “taberna“ sitzt man in der Schenke, Weib, Mann, Soldat und Priester, Bischof und Dekan, die ganze Gesellschaft trifft sich zum Trinken und Tanzen. Und in „ich war ein chint so wohlgetan“ singt das brave Mädchen über den Flegel, der es verführt hat.

Zum Schluss des Konzertes folgte das Duo mit dem einfühlsamen zweistimmigen Reuelied mit der Bitte um Gnade und Barmherzigkeit. Nach dem langanhaltenden Applaus eines begeisterten Publikums folgte letztlich die Zugabe mit „Laudato si“, als Hommage an Franz von Assisi und den Besinnungsweg „Verler Kirchwege“ mit dem Sonnengesang.

Immer wieder herausragend der wunderbar und gefühlvolle zweistimmige Gesang des Duos, das schauspielerische Können, die Vortragskunst und die Tanzszenen von Daniele Ruzzier. Gaby Bultmann bestach als Allroundtalent und beherrschte mit spielerischer Leichtigkeit die ganz Palette der historischen Musikinstrumente, um mit ihrer wohltemperierten Stimme die Lieder im Kirchenraum der Marienkirche erklingen zu lassen.