Faire Woche: Kolping Röstwerkstatt positioniert sich zum Fairen Handel

27. Sep 2022

Faire Woche: Kolping Röstwerkstatt positioniert sich zum Fairen Handel

1,9 Milliarden Euro gaben die Deutschen 2021 für Produkte aus Fairem Handel aus. Das gibt das Forum Fairer Handel in seiner Jahrespressekonferenz an. Die Faire Woche, die noch bis zum 30. September stattfindet, will weiter für den Kauf von Fairen Produkten sensibilisieren. Auch die Kolping Röstwerkstatt macht hierauf aufmerksam.

Seit 20 Jahren gibt es die Aktionswoche zum Fairen Handel. In diesem Jahr findet sie unter dem Motto „Fair steht dir - #fairhandeln für Menschenrechte weltweit“ statt. Bundesweit gibt es unterschiedliche Aktionen und Veranstaltungen zum Fairen Handel. 

Auch der fair gehandelte TATICO-Kaffee ist auf verschiedenen Veranstaltungen vertreten, zum Beispiel beim Verkaufsstand der Kolpingsfamilie Lügde am 25. September. Diverse Besichtigungen in der Röstwerkstatt, wie die des Teams des Eine-Welt-Ladens Warendorf am kommenden Freitag, nehmen die Faire Woche ebenfalls zum Anlass, sich intensiver mit fair gehandeltem Kaffee auseinander zu setzen.

1,9 Milliarden Euro für Produkte aus fairem Handel bedeuten sieben Prozent mehr Ausgaben als im Vorjahr, 31 Prozent davon (also rund 600 Mio. Euro) entfallen auf Kaffee – weiterhin das umsatzstärkste Produkt im Fairen Handel (Quelle: FFH Jahrespressekonferenz 2022). „Wir freuen uns, dass sich die Verkaufszahlen fairer Produkte 2021 trotz Pandemie steigern konnten“, kommentiert Thorsten Schulz, Geschäftsführer der Kolping Röstwerkstatt, die Entwicklung. 

Auch TATICO-Kaffee konnte im vergangenen Geschäftsjahr seine Umsatzzahlen deutlich steigern. „Gleichzeitig beobachten wir mit großer Sorge, dass immer mehr Kaffeekooperativen von ihrer Fair-Trade-Zertifizierung ablassen“, sagt Schulz. Eine Ursache hierfür sieht er in den gestiegenen Weltmarktpreisen seit August vergangenen Jahres, die den Fair-Trade-Mindestpreis ad absurdum führen.

„Die Preise am Weltmarkt liegen so hoch, dass sich die Notwendigkeit der Zertifizierung für die Produzenten momentan nicht ergibt“, so Schulz weiter. Diese Entwicklung ist am deutschen Markt in Form einer Knappheit von zertifiziertem Rohkaffee bereits spürbar.

„In Zeiten, in denen Hunger als Waffe eingesetzt wird und die Klimakrise nach schnellen Antworten verlangt, kommt es erst recht auf eine kleinbäuerliche, ökologische und faire Landwirtschaft an, die Menschen gesund ernährt, den Produzenten ein Leben in Würde ermöglicht sowie kostbare Böden und die Biodiversität erhält“, erklärt Matthias Fiedler, Geschäftsführer des Forums Fairer Handel (FFH). Die Klimakrise und die Verteuerung von Lebens- und Produktionsmitteln setze die kleinbäuerliche Landwirtschaft weltweit unter Druck. Für langfristige, solidarische und nachhaltige Handelsbeziehungen und Lieferketten ist der Faire Handel unabdingbar.

Datenschutzhinweis

Unsere Webseite nutzt externe Komponenten (Schriften von Fonts.com, Google Fonts, Youtube- und Vimeo-Videos, Google Maps, OpenStreetMaps, Google Tag Manager, Google Analytics, eTracker). Diese helfen uns unser Angebot stetig zu verbessern und Ihnen einen komfortablen Besuch zu ermöglichen. Durch das Laden externer Komponenten können Daten über Ihr Verhalten von Dritten gesammelt werden, weshalb wir Ihre Zustimmung benötigen. Ohne Ihre Erlaubnis kann es zu Einschränkungen bei Inhalt und Bedienung kommen. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.