Mehr als 240 Projekte gefördert: Entwicklungshilfe e. V. Bielefeld - Minden - Lippe feiert 40-jähriges Jubiläum

23. Sep 2025

Mehr als 240 Projekte gefördert: Entwicklungshilfe e. V. Bielefeld - Minden - Lippe feiert 40-jähriges Jubiläum

Es ist eine beeindruckende Bilanz, auf die der Kolping-Entwicklungshilfe e. V. Bielefeld - Minden - Lippe zurückblicken kann: Mehr als 240 Projekte in Mittelamerika hat der Verein in den vergangenen 40 Jahren mit Spendengeldern gefördert. Das Jubiläum wurde jetzt in Bielefeld-Heepen gefeiert, mit einem Gottesdienst in der St. Hedwig-Kirche, mit vielen Engagierten und mit Gästen aus Mexiko und Honduras.

Den Gottesdienst zelebrierten Msgr. Christoph Huber, Generalpräses von KOLPING INTERNATIONAL, Msgr. Alois Schröder, ehemaliger Diözesanpräses des Kolpingwerkes Paderborn und Bundespräses des Kolpingwerkes Deutschland, und Brigitte Viermann, die Geistliche Leiterin des Kolpingwerkes Paderborn. In seiner Predigt hob Christoph Huber die Bedeutung einer weltweiten Perspektive und internationaler Partnerschaften hervor: Durch die Zusammenarbeit könnten alle Beteiligten viel voneinander lernen, so der Generalpräses. Unter seinem Dach vereint KOLPING INTERNATIONAL über 9.000 Kolpingsfamilien in Europa, Afrika, Asien, Nord- und Südamerika und versteht sich als familienhafte Solidargemeinschaft.

„Und wenn Sie sich fragen: ‚Was habe ich davon, wenn ich Menschen in Mittelamerika unterstütze?‘, dann trinken Sie morgens einfach eine Tasse fair gehandelten TATICO-Kaffee“, schloss Huber seine Festpredigt. Damit spielte er auf eines der Projekte an, die der Entwicklungshilfe e. V. Bielefeld – Minden – Lippe seit Jahren unterstützt. Unter dem Markennamen TATICO vermarktet Kolping Paderborn fair gehandelten Kaffee aus Mexiko und Honduras. Der Rohkaffee wird direkt, ganz ohne Zwischenhändler, bei den Kaffeekooperativen in Mittelamerika eingekauft und in der Kolping Röstwerkstatt in Brakel geröstet. Aktuell finanziert der Entwicklungshilfe e. V. die Stelle eines Agraringenieurs, der die Kaffeeproduzent*innen in Honduras berät, schult und begleitet.

"Wenn Sie sich fragen: ‚Was habe ich davon, wenn ich Menschen in Mittelamerika unterstütze?‘, dann trinken Sie morgens einfach eine Tasse fair gehandelten TATICO-Kaffee.“

Generalpräses Msgr. Christoph Huber

Dieser Ingenieur, Ramiro Aguilar, war beim Jubiläum zu Gast und berichtete anschaulich von seiner Arbeit. „Der Klimawandels ist ein großes Thema“, betonte er. „Aktuell haben die Kooperativen mit einer Schädlingsplage zu kämpfen, die eine Folge des Klimawandels ist.“ Darüber hinaus ist auch die Beratung der Kooperativen bei den Fair Trade- und Bio-Zertifizierungen eine wesentliche Aufgabe. Aus Mexiko war Monica Perez Miranda, Leiterin des Kolping-Bildungszentrums St. Ana in Mexiko-Stadt, zu Gast. Dort bietet Kolping Mexiko Bildungsgänge für Jugendliche und junge Erwachsene an, die eine Ausbildung abgebrochen oder keine andere Möglichkeit einer Ausbildung haben. "Die jungen Menschen werden auch befähigt, ein eigenes Kleinunternehmen zu gründen. Sie erhalten unter anderem Kenntnisse in Betriebswirtschaft und Marketing", berichtete Monica Perez Miranda.

Der Vorsitzende des Entwicklungshilfe e. V., Heinrich Meier, blickte in seiner Rede auf die 40-jährige Vereinsgeschichte zurück. Gegründet 1985 von 13 Engagierten, unterstützte der Verein zunächst Projekte in Chile, seit 1998 dann in Mexiko und seit 2008 auch in Honduras. Seit diesen Jahren pflegt das Kolpingwerk Diözesanverband Paderborn offiziell Partnerschaften mit den Kolpingwerken in Mittelamerika. Rund 1,3 Mio. Euro seien in dieser Zeit in die Projekte geflossen, so Heinrich Meier. „Dabei sind viele Kleinprojekte, unter anderem die Gründung von Kleinunternehmen, mit denen sich Menschen eine Existenz aufbauen, aber auch große Projekte wie das Bildungszentrum St. Ana. Und manchmal wundert man sich, welch große Unternehmen aus den kleinen Projekten geworden sind, die wir in ihrer Gründungszeit unterstützt haben.“

Jedes einzelne Projekt, jede Reise in eines der Partnerländer und jede Begegnung habe die Kolpinggeschwister auf beiden Seiten des Atlantiks einander näher gebracht, betonte Heinrich Meier. Der Entwicklungshilfe e. V. werde seine engagierte Arbeit fortsetzen. „Ich muss ehrlich sagen, dass ich vor zehn Jahren optimistischer auf die Weltlage geschaut habe. Aber wie heißt es: Bange machen gilt nicht.“

Privatsphäre-Einstellung

Wir verwenden auf dieser Website Cookies, die für den Betrieb der Website notwendig sind und deshalb auch nicht abgewählt werden können. Wenn Sie wissen möchten, welche Cookies das sind, finden Sie diese einzeln im Datenschutz aufgelistet. Unsere Webseite nutzt weiterhin externe Komponenten (Youtube-Videos, Google Analytics), die ebenfalls Cookies setzen. Durch das Laden externer Komponenten können Daten über Ihr Verhalten von Dritten gesammelt werden, weshalb wir Ihre Zustimmung benötigen. Ohne Ihre Erlaubnis kann es zu Einschränkungen bei Inhalt und Bedienung kommen. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.