Universität Paderborn veröffentlicht Studie zu Missbrauch - Informationsangebote und Kontaktmöglichkeiten nutzen

12. Mär 2026

Universität Paderborn veröffentlicht Studie zu Missbrauch - Informationsangebote und Kontaktmöglichkeiten nutzen

Die Universität Paderborn hat heute (Donnerstag, 12. März 2026) ihre unabhängige kirchenhistorische Studie zum Missbrauch im Erzbistum Paderborn veröffentlicht. Kolping Paderborn begrüßt die unabhängige Untersuchung und die Bestrebungen des Erzbistums Paderborn zur Aufklärung des Missbrauchs.

Prof. Dr. Nicole Priesching (Lehrstuhl für Kirchengeschichte und Religionsgeschichte) und Dr. Christine Hartig (Projektkoordinatorin) haben die Studie seit 2019 erarbeitet. Sie untersuchen die Amtszeiten der Erzbischöfe Lorenz Jaeger und Johannes Joachim Degenhardt im Zeitraum von 1941 bis 2002. Ziel ist es, den Umfang von Missbrauch, die Erfahrungen von Betroffenen, das Handeln kirchlicher Verantwortungsträger sowie strukturelle Rahmenbedingungen innerhalb der Kirche aufzuarbeiten.

2023 wurde die Studie um die Amtszeit von Erzbischof em. Hans-Josef Becker (2003 bis 2022) erweitert. Die Ergebnisse dieses Teilprojekts werden voraussichtlich 2027 veröffentlicht.

Als Kolping Paderborn sind wir uns der Komplexität des Themas und der tiefgehenden Bedeutung bewusst. Eine wissenschaftliche Studie kann nicht die menschliche Dimension und Betroffenheit wiedergeben, um die es hier geht. Was die heute veröffentlichte Studie für uns im Einzelnen bedeutet und welche Konsequenzen wir aus ihren Ergebnissen ableiten werden und abzuleiten haben, werden wir in den nächsten Wochen gründlich und sorgfältig prüfen.

Für uns steht fest: Aufklärung und Aufarbeitung müssen umfassend und lückenlos sein. Es darf dabei keinesfalls mehr um den Schutz der Täter gehen. Wir sind uns des öffentlichen Interesses an diesem Thema sehr bewusst. Gleichzeitig müssen die Persönlichkeitsrechte der Opfer sexualisierter Gewalt und ihrer Angehörigen unbedingt gewahrt bleiben.

Ihre Ansprechpartner*innen

Wenn Sie jetzt – heute und in der nächsten Zeit und möglichweise ausgelöst durch die Veröffentlichung dieser Studie – den Wunsch oder das Bedürfnis verspüren, mit einer neutralen Person zu sprechen oder wenn Sie Rat und Hilfe suchen, finden Sie hier Ansprechpartner*innen:

Zu unserer Präventionsarbeit

Für seelsorgliche Gespräche

Bei Presse- und Medienanfragen

Für den Verband allgemein

Weitere Kontaktmöglichkeiten

Das Erzbistum Paderborn hat folgende Kontaktmöglichkeiten eingerichtet: 

Die Telefonseelsorge erreichen Sie unter den gebührenfreien Telefonnummern
0800 1110111 oder 0800 1110222.

Weiterführende Informationen

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