"Nicht im Tod stecken bleiben, sondern sich in Gottes Arme werfen" - Ostergruß 2022

16. Apr 2022

"Nicht im Tod stecken bleiben, sondern sich in Gottes Arme werfen" - Ostergruß 2022

In einer Kita durften die Kinder an einem besonderen Tag ein Lieblingsspielzeug von zu Hause mitbringen. Und so wimmelte es in der gesamten Einrichtung nur so von Spielzeugautos, Sandkasten-Baggern und Stofftieren. Ein Mädchen hatte eine zerzauste und zerschlissene Puppe mitgebracht. "Warum bringst du so eine Puppe mit? Die ist doch nicht mehr schön", fragte sie ein Junge aus ihrer Gruppe. Das Mädchen sah ihre Puppe an, schloss sie fest in ihre Arme und drückte sie an sich. Dann sagte sie mit strahlenden Augen: "Guck mal, jetzt ist sie aber wieder ganz schön.“

Diese wahre Geschichte ist in diesem Jahr zu meiner persönlichen Ostergeschichte geworden.

Warum? 

Das Leben lässt uns oft genug zerlumpt und zerzaust zurück. Wir finden uns dann selbst nicht so besonders ansehnlich - und dass ein anderer uns mag, kann man sich an solchen Tagen schon gar nicht vorstellen. Und manchmal mag das wirklich so sein.

Ostern ist die Gegenbotschaft. Da nimmt mich einer fest in den Arm, drückt mich ganz lieb an sich und sagt zu mir: "Du bist schön, weil ich dich liebe!"

Weil Gott uns Menschen unsagbar liebt, ist er in Jesus Christus Mensch geworden. Weil er uns nahe sein will, hat er seinem eigenen Sohn den Tod nicht erspart. Weil er uns liebt, schaut er nicht auf unser Zerlumpt- und Zerzaust-Sein, sondern nimmt uns ganz fest in den Arm.

Diese Liebe ist es, die uns schön macht. Er sieht uns an – und gibt uns dadurch Ansehen. Er geht unsere Wege mit uns – und nimmt uns damit ernst. Er stirbt unsere Tode mit – um mit uns zur Auferstehung zu gehen.

Das ist Ostern: Nicht im Tod stecken bleiben, sondern sich in Gottes Arme werfen. Damit er mich fest in den Arm nehmen, mich drücken und mit seiner Liebe anschauen kann. Damit ich wieder "schön" und "heil" werden kann. Weil er mich liebt.

Zusammen mit unserer Diözesanen Geistlichen Leiterin Brigitte Viermann wünsche ich allen Kolpinggeschwistern und allen, die sich mit uns verbunden fühlen, frohe und gesegnete Ostern.

Sebastian Schulz, Diözesanpräses

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