Diözesanpräses Sebastian Schulz wird neuer Bundespräses des Kolpingwerkes Deutschland

08. Nov 2025

Diözesanpräses Sebastian Schulz wird neuer Bundespräses des Kolpingwerkes Deutschland

Diözesanpräses Sebastian Schulz wird neuer Bundespräses des Kolpingwerkes Deutschland. Die Bundesversammlung hat ihn heute (Samstag, 8. November 2025) in dieses Amt gewählt. Der Diözesanvorstand des Kolpingwerkes Paderborn hatte ihn im Frühjahr dafür vorgeschlagen. Sebastian Schulz bekam bei der Wahl ein klares Votum von knapp 96 Prozent der Stimmen.

Als Geschenk zu seiner erfolgreichen Wahl hat ihm die Delegation des Kolpingwerkes Paderborn eine eigens für ihn gestaltete TatWort-Karte überreicht mit dem TatWort "Wir bleiben in Verbindung".

Der neue Bundespräses Sebastian Schulz mit der eigens für ihn gestalteten TatWort-Karte

„Mich treibt die Überzeugung, dass Kolping Beten und Anpacken zusammenführt: im Ehrenamt, im Beruf, in der Familie, im Alltag“, sagt Sebastian Schulz über seine Motivation für die neue Aufgabe. „Ich setze auf geistliche Impulse, Gottesdienste und Predigt, vor allem aber auf Formate, die Alltag und Glauben verbinden. Spiritualität ist für mich kein Programmpunkt, sondern Lebensstil: authentisch, spürbar, gemeinschaftlich – sonntags wie werktags.“ Unter anderem die TatWort-Karten, das Videoformat „Die virtuelle Kaffeepause“ und im Kolping-Bildungswerk Paderborn die (R)auszeit als Pilgerangebot für Mitarbeitende gehen auf seine Ideen und sein Mitwirken zurück.

Zu aktuellen Themen und Herausforderungen müsse sich Kolping klar positionieren. „Kolping soll hörbar sein, sachlich bleiben und parteiunabhängig Position beziehen – mit erkennbarem Profil. Konkret heißt das: Anwalt der Arbeit in Zeiten von Digitalisierung und KI; Stimme für Familien – von Zeitfragen über Entlastung bis zur Infrastruktur, die den Alltag trägt; und Brückenbauer für die Demokratie – gegen Populismus, für Beteiligung, Debattenkultur und Respekt.“

Angesichts rückläufiger Mitgliederzahlen in den Kolpingsfamilien ist eine dieser aktuellen Herausforderungen, junge Menschen für das Ehrenamt zu begeistern. „Mein Angebot ist schlicht: Du wirst gebraucht. Du redest mit. Du entscheidest mit. Du trägst mit“, sagt der neue Bundespräses. „Das heißt: echte Aufgaben mit Wirkung statt ‚Hilf mal aus‘, klare Zuständigkeiten, Zeitmodelle, die zu Ausbildung, Job und Familie passen, und Verantwortung auf Augenhöhe – mit Rückhalt, Feedback und sichtbarer Anerkennung. So entsteht Bindung nicht durch Druck, sondern durch Sinn, Mitgestaltung und Vertrauen.“

In Paderborn einen geordneten Übergang zu gewährleisten, ist Sebastian Schulz sehr wichtig. „Zunächst werde ich häufiger in Köln sein. Ein Umzug im Frühjahr 2026 ist wahrscheinlich.“ Um den Übergang gut gestalten zu können, hat Sebastian Schulz Ende Oktober bei der Diözesanversammlung in Paderborn noch einmal als Diözesanpräses kandidiert und wurde wiedergewählt. Mit dem offiziellen Amtsantritt in Köln wird er dieses Amt im kommenden Jahr niederlegen.

„Zurück lasse ich dann vieles, was mir lieb ist: engagierte Menschen, vertraute Mitarbeitende, gemeinsame Projekte, einen Diözesanverband, der mich gefordert und geprägt hat, und nehme daraus Rückenwind für neue Aufgaben auf Bundesebene mit.“

Zur Person

Sebastian Schulz, geboren 1979 in Dortmund, studierte Theologie und Philosophie an der Theologischen Fakultät in Paderborn. 2006 wurde er im Hohen Dom zu Paderborn zum Priester geweiht. Seit 2017 ist er Diözesanpräses des Kolpingwerkes Paderborn, seit 2021 im Tandem mit der Diözesanen Geistlichen Leiterin Brigitte Viermann.

Privatsphäre-Einstellung

Wir verwenden auf dieser Website Cookies, die für den Betrieb der Website notwendig sind und deshalb auch nicht abgewählt werden können. Wenn Sie wissen möchten, welche Cookies das sind, finden Sie diese einzeln im Datenschutz aufgelistet. Unsere Webseite nutzt weiterhin externe Komponenten (Youtube-Videos, Google Analytics), die ebenfalls Cookies setzen. Durch das Laden externer Komponenten können Daten über Ihr Verhalten von Dritten gesammelt werden, weshalb wir Ihre Zustimmung benötigen. Ohne Ihre Erlaubnis kann es zu Einschränkungen bei Inhalt und Bedienung kommen. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.