Friedens-Visionen: Treffpunkt für Geistliche Leiter*innen eröffnet Perspektiven für den Advent

25. Nov 2022

Friedens-Visionen: Treffpunkt für Geistliche Leiter*innen eröffnet Perspektiven für den Advent

Der Krieg in der Ukraine gehört nun leider schon seit einem dreiviertel Jahr zu unserem Alltag. Welche Friedens-Botschaften und welche Friedens-Visionen können wir angesichts dessen für die beginnende Adventszeit haben? Damit beschäftigte sich gestern Abend der digitale Treffpunkt für Geistliche Leiter*innen und Interessierte. Zu Gast war Msgr. Christoph Huber, Generalpräses von KOLPING INTERNATIONAL.

Msgr. Christoph Huber berichtete über die Friedensbemühungen von Kolping in der Ukraine. Er sei selbst beeindruckt gewesen, wie schnell ein europäisches Kolping-Netzwerk funktioniert habe, um Nothilfe zu leisten und sich für den Frieden einzusetzen. "Vom Transport von Hilfsgütern bis zum Gebet: Alles ist ein Einsatz für den Frieden und wird gleichermaßen wertgeschätzt", betonte der Generalpräses und ermutigte: "Jeder Mensch kann im Rahmen seiner Möglichkeiten etwas für den Frieden tun."

Außerdem berichtete Msgr. Christoph Huber von seinem Besuch in Myanmar. In dem asiatischen Land herrscht nach einem Militärputsch Bürgerkrieg. Er selbst sei nicht offiziell als Generalpräses nach Myanmar gereist, sondern als Privatperson, um das Leben der Kolpinggeschwister vor Ort nicht zu gefährden. "Politik zu machen und Hilfe zu leisten ist dort lebensgefährlich", schilderte er eindrücklich. Er erzählte von einer Hebamme, die in einem Flüchtlingslager schwangeren Frauen hilft. Sie werde immer wieder unter Androhung von Waffengewalt zum Verlassen des Lagers aufgefordert, bleibe aber trotzdem dort - wohl wissend um die Gefahr für ihr Leben.

"Wichtig ist, unparteiisch zu bleiben und sich zu informieren", so der Generalpräses. Desinformation, oft bewusst von den Kriegsparteien erbeigeführt, sei eine Strategie der Kriegsführung. Ihr durch Information und die Verbreitung von Wissen entgegen zu wirken, sei ebenfalls eine Bemühung um Frieden.

Die rund 20 Teilnehmenden dieses digitalen Treffpunkts gingen bewegt, inspiriert und gestärkt aus der Veranstaltung. Das Kolpingwerk Paderborn lädt seine Geistlichen Leiter*innen, Präsides und inzwischen auch weitere Interessierte regelmäßig zu digitalen Treffpunkten ein.

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