Bezirk Möhne-Lippe: die K- und die C-Frage bewegen

23. Sep 2021

Bezirk Möhne-Lippe: die K- und die C-Frage bewegen

Klima (K) und Corona (C) – das waren die beiden wesentlichen Themen eine bildungspolitischen Veranstaltung des neu gegründeten Bezirksverbandes Möhne-Lippe. Zu Gast als Gesprächspartner war Hans-Jürgen Thies, MdB aus dem Kreis Soest.

Bilder des Hochwassers aus dem Ahrtal, aus dem Erftkreis oder auch in relativer Nähe zum Kreis Soest wie im Märkische Kreis oder in Hagen prägten die Nachrichten der vergangenen Wochen. Der Klimawandel sei nicht mehr zu leugnen, so startete unter der Moderation von Reinlinde Steinhofer (Kolping-Bildungswerk Paderborn) die Diskussion. Es sei in diesem Fall ein besonderer Bezirksverband, der zwei Flussnamen wie die Möhne, die im Sommer des vergangenen Jahres wesentlich zu wenig Wasser in den Stausee führte, und die Lippe, in deren Umgebung weitreichende Hochwasserschutzkonzepte entwickelt wurden.

Kontrovers wurden Fragen nach dem kurz- und langfristigen Handeln diskutiert: Wie kann klimaneutrales Handeln erreicht werden, was kann wer mit welchen Mitteln beitragen? Kosten und Mehrbelastungen durch die steigende CO2-Abgaben, steigende Energiekosten und damit auch steigende Belastungen für Familien? Mehr Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel gerade auf dem Land wäre möglich, wenn das Angebot spürbar verbessert würde. Gerade aus kleineren Orten sind Verbindungen mit Bus oder Bahn teilweise sehr aufwendig und wesentlich zeitintensiver, falls überhaupt vorhanden, als es in großstädtischen Regionen der Fall ist, bestätigte Thies. Die Mobilitätsfrage wird eine wesentliche Zukunftsaufgabe sein.

Aber auch die Fragen nach der Umweltverschmutzung, Müllvermeidung und -trennung, langer Transportwege für Lebensmittel wurden diskutiert. Hier herrschte in der Runde ein hohes Bewusstsein, was Hans-Jürgen Thies mit den Worten „global denken – lokal handeln“ bestätigte.

Ein weiteres Thema, das alle betrifft, ist die Pandemie, deren Auswirkungen wir täglich spüren. Niemand habe sich auch mit größter Phantasie vorstellen können, für Wochen oder Monate Schulen zu schließen, Konzerte, Events, Gottesdienste nicht mehr besuchen zu dürfen, keine Gastronomiebesuche, kaum Sport, keine Reisen, Fußballspiele ohne Zuschauer, erhebliche Kontakteinschränkungen als Beispiele. 

Dennoch wurde in der Diskussion positiv herausgeben, dass wir in unserem Land immer grundversorgt waren und die medizinische Versorgung weitgehend gesichert war. Zum sozialen Frieden in Zeiten der Schließung von Betrieben unterschiedlicher Branchen war das Instrument der Kurzarbeit ein wesentlicher Faktor. Thies bestärkte dies mit der Ergänzung, dass der Agentur für Arbeit zeitweise bis zu zehn Mio. Meldungen für Kurzarbeit vorlagen. Auch dass in relativ kurzer Zeit Impfstoffe zur Verfügung standen, habe Perspektiven eröffnet.

Die Pandemie habe zwar die Digitalisierung erheblich beschleunigt, so ein Beitrag aus dem Publikum. Es wurden aber auch wesentliche Lücken deutlich, wie die teils mangelnde digitale Versorgung in Schulen und Betrieben, unvollständige Netzabdeckungen oder zu langsames Internet in eher ländlichen Regionen. Große Unterschiede beim Präsenzunterricht aufgrund unterschiedlicher digitaler Ausstattungen in den Familien waren schnell erkennbar; sozial schwächere Familien kamen bald an ihre Grenzen. Ungleiche Bildungschancen wurden dadurch eher vergrößert. Hier sei die Politik auch künftig gefordert.

Als Fazit der Digitalisierungserfahrung wurde die Erwartung geäußert, dass der durch die Pandemie ausgelöste digitale Schwung nicht nachlässt, sondern weiter vorangetrieben werde und es in dieser Frage kein Zurück in die Zeit zuvor geben solle.

Am Ende dieser interessanten Veranstaltung bedankte sich Petra Schweighöfer als Bezirksvorsitzende bei allen Mitwirkenden für die guten und konstruktiven Beiträge.

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