Rettung des Kirchturms in letzter Sekunde: 400 Teilnehmer*innen beim Outdoor Escape Room in Bigge

01. Mär 2021

Rettung des Kirchturms in letzter Sekunde: 400 Teilnehmer*innen beim Outdoor Escape Room in Bigge

Der fiktive Täter des Escape Rooms, der das Kreuz der Bigger Pfarrkirche St. Martinus entwendet hatte, konnte gefasst werden. Dank der Hilfe der fleißigen Teilnehmer*innen wurde das goldene Kreuz zurück an seine Stelle im Kirchturm gebracht und dieser so vor dem Einsturz bewahrt.

Der Täter, ein Nachfahre des ehemaligen Schlossbesitzers Gerardus de Bigge, hatte sich nach Informationen des Kriminalteams der Bigger Jugend (das sind die Kolpingjugend und die Messdiener der Kirchengemeinde St. Martin) bereits weit im Voraus den entsprechenden Tatplan überlegt und lange Zeit auf den richtigen Moment gewartet, um das Kreuz in seinen Besitz zurück zu holen.

Am Tag der Tat vollzog er seinen ausgefeilten Plan und entwendete mit Hammer und Meißel das goldene Kreuz. Danach flüchtete er über den Nordausgang der Kirche Richtung Ruhraue. Doch leider hinterließ der Täter Hinweise, die ihn durch die tatkräftige Unterstützung der Teilnehmer*innen auffliegen ließen.

Aufmerksame Leser*innen haben längst gemerkt, dass es sich hier um eine fiktive Geschichte handelt. Die Bigger Jugend hat am Wochenende einen Outdoor Escape Room veranstaltet, an dem mehr als 400 Kinder und Erwachsene teilnahmen, ausgerüstet mit Smartphones zur Spurensuche und Sicherung der Beweise. Auch das sonnige Wetter trug seinen Teil zu diesem Erfolg bei. 

Das Kriminalteam der Bigger Jugend konnte durch Unterstützung einer Biggerin am nächsten Morgen ein Handy sicherstellen. Dieses wurde bei der Polizei abgegeben. Allerdings musste hier zunächst die richtige Zuordnung von Gegenstand und Fingerabdruck bewältigt werden. Doch was nutzt einem das Handy des Täters, wenn man dieses nicht entsperren kann? Denn auf dem Handy verbargen sich wichtige Informationen, die entscheidend für den Diebstahl gewesen sind. 

Bei einem Treffen des Täters im Café einige Tage zuvor konnte eine Mitarbeiterin hören, wie der Täter von seinem Aufenthalt in der Skihütte Olsberg berichtete. Und damit war es eindeutig: Die Skihütte musste das Quartier des Täters gewesen sein. Hier konnten die Teilnehmer*innen einen weiteren Hinweis sicherstellen. 

Durch neue Informationen im Stadtarchiv kamen vergessene Details aus der Vergangenheit ans Licht: Das goldene Kreuz wurde durch einen Schenkungsvertrag aus dem Jahre 1475 der Bigger Kirche vermacht. Verschenkt wurde das Kreuz vom damaligen Schlossbesitzer Gerardus de Bigge. Am Schloss angelangt, erfuhren die Helfer*innen von Geldnöten eines Nachkommen des Gerardus. War das wohl das mögliche Tatmotiv?

Durch viel Fleiß und Ehrgeiz konnte dann an der letzten Station an der Schützenhalle das Rätsel um den Täter gelöst werden: Jean-Pierre de Bigge hatte das Kreuz aus Geldnöten und Gier entwendet. Er wollte seine Schulden begleichen und das Kreuz in den Besitz der de Bigges zurückbringen. In seinem Quartier in der Skihütte Olsberg plante er die Tat monatelang.

Dank der Unterstützung von rund 400 Detektiv*innen konnte der Täter gefasst und wegen Diebstahls bestraft werden. Das goldene Kreuz ist zurück an Ort und Stelle und schmückt wieder die Wand des Kreuzzimmers.

Das Kriminalteam der Bigger Jugend bedankt sich für die zahlreiche Mithilfe. Die Gewinner des Escape Rooms werden in Kürze benachrichtigt. Dank der Unterstützung der Stiftung "Wir in Olsberg" gab es Preisgelder in Höhe von 150 Euro zu gewinnen.

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