"Brot und Mehr" hilft in Hövelhof wirtschaftlich schwächeren Menschen

17. Mai 2021

"Brot und Mehr" hilft in Hövelhof wirtschaftlich schwächeren Menschen

Leider ist der Wohlstand in unserer Gesellschaft nicht gleichmäßig verteilt. Das hat die Kolpingsfamilie Hövelhof bei einem Vorstandswochenende 2008 miterleben können, als ein Imbiss-Buffet, für eine Präsentation vorbereitet, vernichtet werden musste, weil der Referent verhindert war und die Veranstaltung abgesagt wurde. Hier wurden wertvolle Speisen weggeworfen - gleichzeitig müssen andere Menschen mit dem Notwendigsten auskommen.

Über diese Situation hat der Vorstand lange diskutiert. Ausgangslage war die Erkenntnis, dass täglich in den Geschäften verwertbare Lebensmittel entsorgt werden, nur weil das Mindesthaltbarkeitsdatum fast erreicht oder das Gemüse und Obst leicht welk geworden ist. Andererseits aber bekommen viele Menschen, auch in Hövelhof, nur ein geringes Einkommen auf Hartz-IV-Ebene. Ursachen hierfür sind unter anderem Krankheiten, körperliche Gebrechen, Arbeitslosigkeit, Minijobs, Migration oder nicht gezahlter Unterhalt nach Familientrennung.

Dies war für den damaligen Präses, Pastor Daniel Maiworm, der Anlass aktiv zu werden und mit zwei Caritas-Schwestern eine Helferinitiative zu gründen, der sich neben Kolpingmitgliedern weitere freiwillige Helfer*innen anschlossen. Die Kolpingsfamilie übernahm die Dachorganisation und damit die finanzielle Verantwortung.

Der Helferkreis des Brot-und-Mehr-Teams sammelt bei den örtlichen Supermärkten und Bäckereien zweimal wöchentlich die aussortierten Lebensmittel ein, sichtet die Ware auf Verwertbarkeit und stellt sie zu einem Pauschalpreis von 1 Euro pro Einkauf und Haushalt zur Verfügung. Dieser Euro soll Missbrauch vorbeugen, denn der Betrag ist für die bedürftigen Menschen ein wertvoller Beitrag. Um bezugsberechtig zu sein, darf das Haushaltseinkommen den Status der Hartz-IV-Einkommensgrenze nicht überschreiten. Dies wird sichergestellt, indem die Empfänger*innen eine Bescheinigung vom Sozialamt der Gemeindeverwaltung, dem Job-Center oder der Caritas vorlegen müssen.

Aktuell werden in Hövelhof 218 Personen in 80 Haushalten von "Brot und Mehr" mit Lebensmitteln und Hygieneartikeln versorgt. Werden mal weniger Waren von den Märkten und Bäckereien abgegeben, kauft das Team von den „Verkaufseinnahmen“ und von Geldspenden Lebensmittel wie Mehl, Reis, Nudeln, Milch, Zucker, Kaffee, Margarine, Konserven, Waschmittel oder Körperpflegeartikel hinzu.

Die Ausgabe der Waren erfolgt an zwei Werktagen pro Woche. In Hövelhof wird jedem Haushalt je nach Personenzahl ein Warenkorb zugeordnet. Die gespendeten Waren werden auf diese Warenkörbe verteilt. 

Der Helferkreis umfasst 28 Personen, die sich ehrenamtlich für die Bereitstellung der Lebensmittel für die bedürftigen Bürger*innen einsetzen. Sie sind aufgeteilt in Einsammel-Fahrdienst, Sichtung und Verteilung der Waren sowie die Ausgabe am selben Tag. Das Verteilverfahren hat es möglich gemacht, auch während der Corona-Pandemie die Versorgung durchgängig aufrecht zu erhalten.

Für Geldspenden können Spendenbescheinigungen für die Steuererklärung ausgestellt werden.

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