20. Nov 2025
Das Vorstandsteam der Kolpingsfamilie Delbrück begrüßte zahlreiche Waffelbäcker*innen, die beim Katharinenmarkt in Aktion waren, zu einem Dankeschön-Nachmittag. Waffelwagen-Koordinator Günther Burchert hatte dazu eine Führung im alten Delbrücker Sägewerk an der Lippstädter Straße organisiert. Anschließenden fand beim Austausch mit Imbiss im Johanneshaus die Spendenübergabe statt.
Vorstandsmitglied und Geistliche Leiterin Hiltrud Gowik erklärte, jeweils 1.000 Euro gingen an den Förderverein Pater Georg Meier für Projekte in Peru und an die von Anna Busch koordinierte Kolping-Selbsthilfe in Ruanda. Sie dankte insgesamt 43 Waffelbäcker*innen. Die Unterstützung vieler Nichtmitglieder sei von großer Bedeutung, um den viertägigen Dienstplan zu stemmen.
Sie ergänzte: „Seit dem Jahr 1991 verkaufen wir beim Katharinenmarkt Waffeln und Kaffee in unserem Waffelwagen, der sich auch bei anderen Veranstaltungen als hervorragende Spenden-Einnahmequelle erweist. Seit einigen gibt es auch unseren Kolping-Honig.“ Sie kündigte an: „Am Kolpinggedenktag werden wir weitere 600 Euro an einen Hilfsverein in Delbrück spenden. Er findet Samstag, 13. Dezember, statt und beginnt um 14.30 Uhr mit einer Andacht in der St. Johannes Baptist Kirche. Anschließend freuen wir uns auf viele Mitglieder und Freunde beim adventlichen Kaffeetrinken im Johanneshaus.“
Reinhard Thiele vom Pater-Meier-Förderverein nahm die Spende stellvertretend für 485 Kinder und Jugendliche aus Acari in Peru entgegen. „Seit unserer Vereinsgründung im Jahr 2001 sind 600.000 Euro in den Ausbildungskomplex von der Kita bis zur Berufsschule geflossen. Aktuell sammeln wir für drei weitere Klassenzimmer. Eine Schülerin hat auf Landesebene bei dem Wettbewerb 'Jugend forscht' mit der Umwandlung von Olivenkernen in Briketts zum Heizen den dritten Platz belegt.“
Anna Busch ließ ausrichten, das Geld würde vielen Familien in Ruanda Hoffnung schenken. Das Projekt zum Bau von Zisternen käme besonders den Kindern zugute, denn sie müssten häufig die Schule ausfallen lassen, um sauberes Wassern von weit entfernten Stellen zu holen.
Das geschichtsträchtige Sägewerk an der Lippstädter Straße haben die Brüder Jonathan und Arvid Gröne von der Unternehmerfamilie Gröne im Jahr 2020 von Hubert Böddeker gekauft. Der ehemalige Besitzer begeisterte die Kolping-Gruppe mit Vorführungen an dem historischen Sägegatter. Um die Säge weiterhin betreiben zu können, wurde im Jahr 2023 der Verein „Harkenpinn“ zum Erhalt alter Handwerkstechniken gegründet. Der Name stammt von den hölzernen Gartenrechen, die in der Manufaktur seit dem Jahr 1895 hergestellt werden.