Kolpingsfamilie Soest feiert Jubiläum: „170 Jahre Kolping WIRken – auch in Zukunft“

16. Dez 2022

Kolpingsfamilie Soest feiert Jubiläum: „170 Jahre Kolping WIRken – auch in  Zukunft“

„170 Jahre Kolping WIRken – auch in Zukunft“, lautet das Motto, unter das die Kolpingsfamilie Soest bei ihrer Feier zum 170-jährigen Jubiläum das begonnene Jubiläumsjahr stellte. Die Mitglieder waren zunächst in der Nikolaikapelle zusammengekommen, um in einer Messe des Tages ihrer Gründung am 24. November 1852 zu gedenken. Adolph Kolping selbst stand seinerzeit bei der Gründung des Soester Gesellenvereins Pate - ein Mann, der als Seelsorger, Sozialreformer und Pädagoge Mitte des vorletzten Jahrhunderts die Nöte der Zeit erkannt und zu einem Perspektivwechsel eingeladen hatte.

Dies strich in seiner Predigt auch Diözesanpräses Sebastian Schulz heraus. Er lud die Kolpinggeschwister ein, auch heute wieder einen Perspektivwechsel vorzunehmen und sich um die Bedürfnisse in der heutigen Zeit zu kümmern.

Nach seiner Predigt war es Diözesanpräses Sebastian Schulz eine besondere Freude, Elias
Räker mit der Aufgabe des Geistlichen Leiters der Kolpingsfamilie zu beauftragen. Elias Räker
ist nun der jüngste Geistliche Leiter im Kolpingwerk Paderborn und wird den Präses der Kolpingsfamilie Soest, Propst Dietmar Röttger, bei dessen Aufgaben in der Kolpingsfamilie unterstützen. So gehörte Präses Dietmar Röttger auch zu den ersten Gratulanten.

Im Anschluss an die Messe versammelten sich Mitglieder und Gäste im nahegelegenen Remter
des Patroklushauses zu einer kleinen Feierstunde. Klaus Reising, stellvertretender Vorsitzender der Kolpingsfamilie, begrüßte in Vertretung des erkrankten Vorsitzenden Martin Räker die Festteilnehmer*innen, bevor im Rahmen einer kleinen Präsentation das Motto „170 Jahre Kolping WIRken – auch in Zukunft“ vorgestellt wurde.

Im Rahmen ihrer Gratulationsworte überreichten Diözesanpräses Sebastian Schulz und
Diözesansekretär Daniel Fissenewert als Jubiläumsgeschenk eine von der Künstlerin Natalja Laj aus Paderborn gestaltete Glasstele. Im Zentrum der Stele ist der Gesellenvater Adolph Kolping, eingerahmt von zwei Gesellen, zu erkennen. Die Personengruppe ist von hinten zu sehen, richtet den Blick also nach vorne, auf einen schemenhaft zu erkennenden Weg, der Zukunft zugewandt. 

Anhand zahlreicher Bilder aus Vergangenheit und Gegenwart, die vom Vorsitzenden Martin Räker zu einer Präsentation zusammengestellt worden waren, richtete der stellvertretende Vorsitzende Klaus Reising seinen Blick auf die frühen Jahrzehnte des Vereins.

Die von Adolph Kolping selbst unterzeichnete Aufnahmeurkunde von 1852, die die Aufnahme
des Gesellenvereins zu Soest in den Verbund des Katholischen Gesellenvereins belegt, sowie
die ebenfalls handschriftlich durch Kolping genehmigten, ersten Statuten des Gesellenvereins gehörten selbstverständlich ebenso zu diesem geschichtlichen Rückblick wie einige Gruppenfotos aus den zwanziger und dreißiger Jahren, Bilder von Festschriften der verschiedenen Jubiläumsjahre, Fotos der Häuser, die die Kolpingsfamilie Soest als Gesellenhäuser bzw. als Kolpinghaus betrieben hat, ein Blick auf die Kriegsjahre und den Wiederaufbau und die Feier des 100-jährigen Jubiläums im Jahr 1952, an die sich die älteren Mitglieder nicht zuletzt wegen des großen Festumzuges durch die Stadt Soest erinnerten.

Auch in den folgenden Jahren blieb der Gesellenverein, die spätere Kolpingsfamilie Soest in
Gesellschaft und Politik engagiert. Neben bildenden Vortrags- und Besichtigungsveranstaltungen spielte Geselligkeit eine große Rolle. Unvergessen sind viele Karnevalssitzungen, zu denen die Soester*innen in den siebziger und achtziger Jahren gerne kamen. Unvergessen auch zahlreiche Sommerfeste. Angebotene Tages- und Wochenendfahrten wurden gerne angenommen. Im Jahr 1972 wurden erstmals Frauen in die Kolpingsfamilie aufgenommen. Bereits im ersten Jahr nahmen zahlreiche Frauen, die seither nicht mehr aus dem Leben der Kolpingsfamilie wegzudenken sind, diese Möglichkeit wahr.

Der Bau einer Krippe für die Kolpingbildungsstätte in der Wiesenstraße durch die Kolpingjugend, die Gründung zweier, neuer Familienkreise, in denen Eltern und Kinder gemeinsam einmal pro Monat spielten, bastelten oder etwas unternahmen, waren weitere Ereignisse, auf die der stellvertretende Vorsitzende zurückblicken konnte. 

Seit Beginn der Corona-Pandemie gewann die Nutzung der Sozialen Medien auch in der Kolpingsfamilie Soest stark an Bedeutung. Um den Mitgliedern und Interessierten auf Distanz Angebote unterbreiten zu können, wurden ein Instagram-Account und ein YouTube-Kanal, auf dem zum Beispiel auch die Messe zum Jubiläum gestreamt wurde, eröffnet. Diese werden, so ein erster Blick des stellvertretenden Vorsitzenden in die Zukunft, weiter ausgebaut.

Für das Jubiläumsjahr hat der Vorstand zahlreiche Veranstaltungen in Präsenz in Planung. Klaus Reising freute sich in seinem Ausblick auf die kommenden Monate, den Anwesenden die ersten Termine präsentieren zu können. Dabei wird ein bunter Strauß an Möglichkeiten geboten, die zeigen, dass die Kolpingsfamilie die aktuellen Themen der Zeit wahrnimmt und Zukunft in der Gesellschaft mitgestalten wird. Ganz nach dem Motto ihres Jubiläumsjahres: „170 Jahre Kolping WIRken – auch in Zukunft“

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