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Der 9. November – ein deutscher Schicksalstag

Ein Seminar beleuchtet jetzt die aktuelle Bedeutung der historischen Ereignisse für unsere Demokratie.

In der deutschen Geschichte ist der 9. November ein Schicksalstag. Die historischen Ereignisse dieses Tages zwischen 1848 und 1989 bedeuteten oft einen Wendepunkt – und immer ging es dabei um den Widerstreit von Obrigkeitsstaat und Demokratie. Wie die Ereignisse des 9. November rückblickend eingeordnet und bewertet werden können und was wir angesichts wieder stärker werdender nationalistischer und rechtspopulistischer Tendenzen daraus lernen können, damit befasst sich ein Seminarangebot des Kolping-Bildungswerkes in Zusammenarbeit mit der Landesarbeitsgemeinschaft für deutsche Ostkunde im Unterricht, das vom 8. bis 10. November in Soest stattfindet. Interessierte können sich dazu jetzt anmelden.

Am 9. November 1848 wurde der Abgeordnete Robert Blum erschossen, einer der bekanntesten Vertreter der Märzrevolution in den Staaten des Deutschen Bundes. Dies bedeutete den Anfang vom Ende der Revolution. Der erste Versuch, Deutschland nach freiheitlichen Vorstellungen auszurichten, war gescheitert. Am 9. November 1918 wurde – nach dem Ende des Ersten Weltkrieges und der Niederlage Deutschlands – die Abdankung Kaiser Wilhelms II. verkündet und die erste deutsche Republik ausgerufen. In den folgenden Jahren bereiteten antidemokratische Strömungen den Boden für den aufkommenden Nationalsozialismus. Zwar misslang Hitlers Putschversuch am 9. November 1923, die politische und gesellschaftliche Entwicklung führte aber zur Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933. Die antisemitischen Ausschreitungen fanden in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938, der Reichspogromnacht, einen Höhepunkt. Und schließlich fiel am 9. November 1989 die Mauer und machte den Weg für die deutsche Wiedervereinigung frei.

Angesichts zunehmender rechtspopulistischer Tendenzen in Deutschland, erstarkender Parteien des rechten Spektrums und national-orientierter Entwicklungen in Europa ist die Betrachtung dieser historischen Ereignisse besonders aktuell. Das Seminar des Kolping-Bildungswerkes möchte den Teilnehmenden den Blick für die widerstreitenden politischen Modelle öffnen, damit sie die heutigen Entwicklungen angemessen verorten und bewerten können. Ziel des Seminars ist es zu vermitteln, dass in eine Demokratie viel investiert werden muss.

Das Seminar findet statt von Freitag, 8. November 2019, 14.30 Uhr, bis Sonntag, 10. November 2019, 14 Uhr, im Hotel Susato, Dasselwall 5 in Soest. Seminarleiter ist Alois Rath. Als Referenten stehen Historiker, Universitätsprofessoren und weitere Experten für deutsche Geschichte zur Verfügung. Die Teilnahmegebühr von 140 Euro beinhaltet die Unterbringung im Doppelzimmer (Einzelzimmerzuschlag: 45 Euro) und die Verpflegung.

(Foto: Pixabay)

Weitere Informationen gibt es im Internet auf www.kolping-weiterbildung.de. Über diese Seite können sich Interessierte auch anmelden.