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Feuerwerk der Liebe – Gott lässt es richtig krachen

Diözesanpräses Sebastian Schulz geistlicher Impuls zum Pfingstfest

Geht es Ihnen ähnlich wie mir, wenn Sie ein prächtiges Feuerwerk am Nachthimmel sehen? Oft weiß ich gar nicht, wo ich zuerst hinschauen soll: zu dem sprühenden Glitzerregen oder zu den explodierenden Farbkugeln. Diese Licht-Explosionen am nächtlichen Himmel faszinieren mich jedes Mal. Ich wünsche mir dann immer, dass es nicht so schnell vorüber geht.

Sie fragen sich, warum ich ausgerechnet jetzt, so kurz vor dem Pfingstfest, von einem Feuerwerk schwärme?

Ich tue das aus einem bestimmten Grund: Am ersten Pfingstfest, 50 Tage nach Jesu Auferstehung, lies Gott es nämlich so richtig krachen! Vom Himmel zur Erde zündete er ein Feuerwerk vom Allerfeinsten. In Jerusalem war damals eine kleine ängstliche Gruppe Jünger übrig geblieben. Und da war alles andere als „Partystimmung“ angesagt… Doch das Durchhalten hatte sich gelohnt. Der Heilige Geist, den Jesus versprochen hatte, kam. Zwar nicht mit sprühenden Glitzerregen und explodierenden Farbkugeln – aber vom Himmel kamen ein kräftiges Brausen und Feuerzungen auf die Jünger herab. Menschen aus verschiedenen Ländern, die in Jerusalem unterwegs waren, konnten sie plötzlich in ihrer Sprache verstehen. Den Jüngern war sofort klar, was sie zu tun hatten: Sie mussten raus und der ganzen Welt von ihrem Glauben an Christus erzählen!

Ich gebe zu, heutzutage passiert das vielleicht nicht ganz so spektakulär wie damals.

Pfingsten ereignet sich aber auch heute. Adolph Kolping hat es so formuliert: „Da wo die wahre Liebe wohnt, dort ist der Himmel.“  – Immer dann, wenn Menschen anfangen, dieser „wahren Liebe“ Wohnung und Heimat zu bereiten, ist der Himmel hier auf der Erde spürbar. Überall dort, wo wir diesem göttlichen Geist der Liebe in uns Raum geben und die vielfältigen Gaben entdecken und entfalten, die uns geschenkt sind, ist Pfingsten.

Das ist dann ein Feuerwerk der Liebe, das nicht nach ein paar Minuten vorbei ist! Dieses Feuerwerk ereignet sich nicht am Nachthimmel, sondern überall dort, wo Menschen im übertragenden Sinne „Nacht“ erleben: in den „Nächten der Angst“ und in den „Nächten der Glaubensschwäche“, in den „Nächten der Hilflosigkeit“ und den „Nächten der Armut“, aber auch in  den Nächten der Sinnesleere und der Sehnsucht.

Lassen auch wir uns von Gott entzünden und tragen wir sein Licht dorthin, wo es dunkel ist. Tragen wir es aus unseren „Komfort-Zonen“ in kirchlichen Gemeinden und Verbänden hinaus, damit die Welt pfingstlich wird und der Himmel auf die Erde kommt.

In diesem Sinne wünsche Ihnen geisterfüllte Pfingsttage und Gottes „geistreichen“ Segen für das ganze Leben.