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Gemeinnützigkeit macht den Unterschied

Die Arbeitsgemeinschaft der gemeinnützigen Verbände im Kreis Gütersloh GbR zieht eine positive Bilanz.

Der Verbund, bestehend aus den gemeinnützigen Trägern Bethel, Deutsches Rotes Kreuz, Kolping, Malteser und dem Paritätischen Wohlfahrtsverband, hatte sich 2013 zusammengetan, um gemeinsam und gemeinnützig Altkleider zu sammeln. Ziel war es, die Entsorgung von Altkleidern flächendeckend zu gewährleisten und nicht kommerziellen Anbietern oder gar illegalen Sammlern zu überlassen.

Die Erlöse der gemeinsam aufgestellten Sammelcontainer kommen dabei ausschließlich gemeinnützigen Projekten der Träger zugute. Unterstützung erhielt die Arbeitsgemeinschaft im Gründungsprozess sowohl von politischer Seite durch Herrn André Kuper, ehemaliger Bürgermeister der Stadt Rietberg und heute Präsident des Landtages von NRW, sowie von Herrn Frank Scheffer, Leiter des Kreisdezernates Bauen und Umwelt Gütersloh, der in seiner Funktion ebenfalls für den Bereich Abfall und Entsorgung verantwortlich ist. Beide erkannten, dass für den Bereich der Altkleiderentsorgung nur eine Zusammenarbeit gemeinnütziger Träger sinnvoll ist und förderten die Kooperation der Verbände im Entstehungsprozess.

Um die Öffentlichkeit für das Thema der gemeinnützigen Altkleidersammlung zu sensibilisieren, kamen die Vertreter der gemeinnützigen Organisationen mit Herrn Kuper und Herrn Scheffer am Montag, 11. September, im Haus der Firma Reiling Glas Recycling GmbH & Co. KG in Harsewinkel zu einem Treffen zusammen. Das Unternehmen Reiling hat auf dem Firmengelände auch einen eigenen Altkleider-Container platziert. Aus betriebsorganisatorischen Gründen hatte es bei der Arbeitsgemeinschaft angefragt, ob Interesse an der Leerung des Containers bestehen würde. Dieser Bitte kam die Arbeitsgemeinschaft gerne nach und organisierte die Logistik. Seitdem spendet die Unternehmensgruppe Reiling die Erlöse aus dem Altkleider-Container der Arbeitsgemeinschaft.

„Gemeinsam sind wir stärker, als allein“, sagt Dietmar Esken vom Kolping Bezirksverband Wiedenbrück. Im Verbund hatte man 2013 die Möglichkeit gehabt, auf die Neuerungen des Kreislaufwirtschaftsgesetzes zu reagieren, dass es plötzlich auch gewerblichen Trägern erlaubte, Altkleider zu sammeln. „An die wirtschaftlichen Folgen für Verbände, die für ihre caritative Arbeit auf die Einkünfte aus Altkleidersammlungen angewiesen sind, wurde nicht gedacht“. Seitdem hat die Arbeitsgemeinschaft im Kreis Gütersloh etwa 325 eigene Container aufgestellt, in denen Bürgerinnen und Bürger wohnortnah Altkleider und Schuhe nicht nur ökologisch, sondern auch caritativ entsorgen können. Ab Januar 2018 wird der Kolping Bezirksverband Wiedenbrück sämtliche Altkleidercontainer erstmals über die Kolping Recycling GmbH abwickeln lassen.

Der Unterschied zu gewerblichen Sammlungen liegt laut Michael Röleke, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft, klar in der Transparenz, was mit den Erlösen passiert.
„Unsere Transparenz fördert das Vertrauen für das gemeinnützige Altkleider-Sammelsystem bei der Bevölkerung, weil sämtliche Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft einen gemeinnützigen Kreislauf gewährleisten können.“ Kooperativ sammeln die Verbände jedes Jahr rund 1.200 Tonnen Altkleider. Etwa 97 % sind wiederverwertbar, die Hälfte sogar wiederverwendbar. Das sind bis zu 60.000 Kleidungsstücke und Schuhe, die an Bedürftige und Geflüchtete gehen. Alle übrigen Textilen werden verwertet. Die Erlöse gehen unter anderem an Kindergärten, an Projekte der Jugend- und Altenhilfe, ein Kinder- und Jugendhospiz, ehrenamtlich Engagierte sowie Projekte der  internationalen Entwicklungszusammenarbeit. Für die Leerung, Sortierung und Weiterverarbeitung der Textilen entstehen zudem Arbeitsplätze. Viele der Firmen die im Zusammenhang mit der Leerung, Sortierung, Weiterverarbeitung und Entsorgung der Altkleider stehen, sind integrative Unternehmen, die Menschen mit Behinderung beschäftigen.

Landtagspräsident André Kuper sieht die Kooperation der Verbände nicht nur auf einem „guten Weg“, sondern auch als das „Gütersloher Modell“ für die Entsorgung von Altkleidern. Kreisdezernent Frank Scheffer ist es wichtig, dass die Öffentlichkeit versteht, dass Altkleider nicht in den Hausmüll gehören und bittet gleichzeitig darum, darauf zu achten, nicht mehr benötigte Textilien und Schuhe in den Containern gemeinnütziger Träger einzuwerfen. Erkennbar sind diese durch ein Gütesiegel mit drei grünen Knöpfen. Es steht für Gemeinnützigkeit und Transparenz. Michael Röleke, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft, hebt hervor, „Wir sind bestrebt, den Zweck der Gesellschaft zu fördern, indem wir durch das gemeinsame Aufstellen von Containern die Altkleidersammlungen fortlaufend sichern und das funktionierende Sammelsystem weiter entwickeln wollen.“

Neue Altkleidercontainer für private und öffentliche Stellflächen sowie ehrenamtliche Patenschaften, können jederzeit bei ihm unter roeleke@kolping-paderborn.de oder Telefon: 05251-2888-571 angefragt werden.

Bild links: Treffen der Arbeitsgemeinschaft in Harsewinkel (hinten v.l.) Dieter Brinker (Paritätischer Wohlfahrtsverband), dahinter Bernd Hohage (Reiling), davor Dietmar Esken (Kolping Bezirksverband Wiedenbrück), dahinter Günter Göpfert (Deutsches Rotes Kreuz), davor Wilfried Hinzmann (Malteser), dahinter Martin Grosserüschkamp (Bethel), davor Herbert Rohkämper (Kolping Bezirksverband Wiedenbrück), dahinter Christian Schlingschröder (Kolping Bezirksverband Wiedenbrück) (vorne v.l.) Frank Scheffer (Kreisverwaltung Bauen und Umwelt im Kreis Gütersloh), Michael Röleke (Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft), Landtagspräsident André Kuper und Marc Uphoff (Geschäftsführer Reiling)

Bild rechts:  Gütesiegel für Gemeinnützigkeit für Altkleidercontainer