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Initiative Lieferkettengesetz: Warum wir mitmachen und was wir tun

Gegen Gewinne ohne Gewissen hilft nur noch ein gesetzlicher Rahmen – Kolpingwerk Paderborn unterstützt die Initiative Lieferkettengesetz.

Die Initiative Lieferkettengesetz ist ein Zusammenschluss zahlreicher Organisationen mit einem gemeinsamen Ziel:  eine Welt, in der Unternehmen Menschenrechte achten und Umweltzerstörung vermeiden. Freiwillig kommen Unternehmen ihrer Verantwortung nicht ausreichend nach. Daher fordern wir gemeinsam mit vielen weiteren Unterstützer*innen der Initiative, unter anderem Kolping International, Misereor, dem Erzbistum Paderborn, Adveniat, Eine Welt Netz NRW, Südwind und Forum Fairer Handel einen gesetzlichen Rahmen für den Schutz von Menschenrechten und Umwelt in weltweiten Lieferketten. Im Dezember 2019 sind wir der Initiative Lieferkettengesetz beigetreten.

Warum engagieren wir uns?

Seit 31 bzw. 11 Jahren pflegen wir eine enge Partnerschaft zu unseren Partner-Kolpingwerken. Diese Partnerschaftsarbeit hat unter anderem das Ziel, die Verbesserung der Lebensbedingungen der Mitglieder in den Partnerländern im Globalen Süden zu unterstützen. Bei einem Großteil handelt es sich um Menschen, die gesellschaftlich marginalisiert sind, strukturell ausgebeutet werden und in fragilen und vulnerablen wirtschaftlichen, medizinischen und rechtlichen Systemen leben.

In unseren Leitsätzen heißt es dazu unter anderem:

„Wir verstehen uns als Teil einer weltweiten Gesellschaft und Gemeinschaft, für welche wir vor allem für die kommenden Generationen Verantwortung übernehmen müssen. Durch die gemeinsame Anstrengung aller Akteure stehen wir für die Realisierung der Menschenwürde und die Einhaltung der Menschenrechte.“

Menschenrechtsverletzungen, auch in unseren Partnerländern und mitverursacht durch deutsche Unternehmen, sind nach wie vor an der Tagesordnung. Drei Beispiele: Durch den Dammbruch bei einer brasilianischen Eisenerzmine starben 270 Menschen – obwohl der TÜV Süd Brasilien kurz zuvor die Sicherheit des Damms zertifiziert hat. Vor einer Platin-Mine in Südafrika wurden 34 streikende Arbeiter erschossen und BASF macht mit dem Betreiber der Mine weiterhin gute Geschäfte. Der mangelhafte Brandschutz in einer KiK-Zulieferfabrik in Pakistan führte zum Tod von 258 Menschen.

Was tun wir?

Eine reine Unterstützung durch Beitritt zur Initiative ist uns nicht genug. Vielmehr sehen wir uns in der Pflicht, an den Inhalten zu arbeiten und unsere Expertise in die politische Diskussion einzubringen. Konkret tun wir dies:

  • Wir begleiten alle Inhalte der Initiative medial auf unseren Kanälen.
  • Wir sind im Verteiler der Infos aus dem Kampagnenbüro.
  • Wir vernetzen uns mit weiteren Akteuren in Paderborn und Umgebung, die bei der Initiative aktiv sind (z. B. Cum Ratione oder das Erzbistum Paderborn, das auch an der Erarbeitung der Handreichung zum kirchlichen Engagement beteiligt war).
  • Im Laufe dieses Jahres bieten wir eine Bildungsformat für Kolpingsfamilien zum Thema „Verantwortung in der Lieferkette“ an. Hierzu wird vorab eine Multiplikator*innenschulung für Referent*innen stattfinden.
  • Bei unserer Fachtagung „Wandel durch Handel(n) – Ehrlich. Fair. Bio.“ am 5. September 2020 in Soest im Rahmen des 25-jährigen TATICO Jubiläums wird das Thema einer transparenten Lieferkette, die Umweltschutzstandards und Menschenrechte achtet, im Mittelpunkt der Betrachtung stehen. Schließlich ist es genau das, was wir mit der TATICO-Initiative verfolgen.

Die Veranstaltung am 5. September ist – nach vorheriger Anmeldung im Diözesanbüro, damit wir besser planen können – offen für alle Interessierten. Die Teilnahme ist kostenlos. Herzliche Einladung hierzu!

Leider mussten weitere, für das erste Halbjahr 2020 geplante Veranstaltungen zu diesem Thema wegen der Corona-Krise abgesagt werden. Wir werden schauen, ob und wie wir diese Angebote zu einem späteren Zeitpunkt nachholen oder das Thema im Rahmen anderer Veranstaltungen platzieren können.

Ein Aufruf zur Petition steht für uns nicht im Vordergrund, sondern wird im Rahmen unseres Bildungsangebots als Handlungsoption aufgezeigt. Wer die Petition unterzeichnen möchte, kann dies online tun auf der Seite der Initiative Lieferkettengesetz.

Die Handreichung zum kirchlichen Engagement findet Ihr hier als PDF-Datei: Handreichung_kirchliches_Engagement_Lieferkettengesetz

Wenn Ihr mehr wissen möchtet über unser Engagement im Rahmen der Initiative Lieferkettengesetz oder wenn Ihr Euch für unser Bildungsformat zu diesem Thema interessiert, wendet Euch gerne an den Diözesan-Fachausschuss Weltgesellschaft oder im Diözesanbüro an Ramona Linder, Referentin für Ehrenamt und Entwicklungszusammenarbeit, Tel. 05251 2888-581 oder per E-Mail: ramona.linder@kolping-paderborn.de.