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Klare Worte für Diversität und Nachhaltigkeit

Diözesanvorstand verabschiedet Leitsätze zur internationalen Arbeit

Progressiv und deutlich sind die Leitsätze zur internationalen Arbeit des Kolpingwerkes Diözesanverband Paderborn, welche der Diözesanvorstand vergangene Woche verabschiedet hat. Sie definieren klar, wie der Verband die Arbeit mit unseren Partner*Innen im Globalen Süden versteht und macht vor allem deutlich: Partnerschaftsarbeit ist keine Einbahnstraße.

„In unseren Leitsätzen wird deutlich, dass viel der Partnerschaftsarbeit hier stattfindet, bei uns vor Ort“, sagt Diözesansekretär Thorsten Schulz, der seit Februar diesen Jahres offiziell die Aufgaben von Werner Sondermann im Bereich der Partnerschaftsarbeit mit Mittelamerika übernommen hat. „Wir müssen verstehen, dass es keine Dritte Welt gibt und unsere Partner*Innen keine Mittelempfänger*Innen sind. Wenn wir wirklich auf Augenhöhe agieren wollen, müssen wir uns von kolonialen Bildern und Rollenklischees verabschieden und eine globale, weltgesellschaftliche Denkweise einnehmen“, so Schulz weiter.

Die folgenden zehn Sätze sollen unser Handeln hierfür zukünftig leiten, sowohl im internationalen Kontext, als auch bei uns vor Ort:

  1. Wir verstehen uns als internationales Netzwerk, das sowohl lokal als auch global agiert
  2. Als Kolpingwerk Diözesanverband Paderborn verbinden wir uns im Rahmen unserer Partnerschaftsarbeit insbesondere mit der Region CECAMEX, mit den Kolpingwerken in Mexiko, Costa Rica, der Dominikanischen Republik, Nicaragua und Honduras
  3. Wir verstehen uns als Teil einer weltweiten Gesellschaft und Gemeinschaft, für welche wir vor allem für die kommenden Generationen Verantwortung übernehmen müssen
  4. Die persönliche Begegnung ist Ausgangslage und Ziel unserer Partnerschaftsarbeit
  5. Unsere Partnerschaften basieren auf Respekt und gegenseitiger Unterstützung
  6. Gemeinsam mit unseren Partner*Innen aus dem Globalen Süden stellen wir uns gegen jegliche Art von Unterdrückung und Diskriminierung. Es ist uns ein besonderes Anliegen, die Konstruktion von Stereotypen und kolonialen Bildern zu vermeiden, unsere Partner*Innen ebenso wie uns als handelnde Subjekte zu betrachten und darzustellen und kulturelle Unterschiede als Bereicherung wahrzunehmen
  7. Wirtschaftliche, soziale, kulturelle und ökologische Nachhaltigkeit ist für uns handlungsweisend
  8. Wir sehen uns in der Verantwortung, nicht nur im Handeln, sondern auch in der Schriftsprache inklusive Visionen zu entwickeln. Daher legen wir insbesondere im internationalen Kontext Wert auf eine vielfaltssensible Sprache (geschlechtergerecht, rassismuskritisch, diskriminierungssensibel)
  9. Durch die gemeinsame Anstrengung aller Akteure stehen wir für die Realisierung der Menschenwürde und die Einhaltung der Menschenrechte
  10. All dies ist Teil unseres Bildungsauftrags

Dabei wird deutlich, wie aktive Partnerschaftsarbeit, Verbandsentwicklung vor Ort und die Gestaltung einer nachhaltigen Zukunft ineinander greifen. Zukunftsvisionen, das wissen wir, können nicht mehr lokal gedacht werden. Wir brauchen mündige Weltenbürger*Innen, die kompetent, kritisch und sensibel und vor allem mit einem globalen Blick denken und handeln. Um nachhaltig friedliche und ökologisch tragbare Strukturen zu etablieren müssen wir uns als gleichberechtigte Partner*Innen hierfür sehen.

„Weltgesellschaft, wie wir den Begriff definieren, bedeutet für uns auch, die eigene und die Welt der Partner*Innen nicht zu trennen. Nur dann können wir wirklich von Einer Welt sprechen“, so Schulz. „Das erreichen wir durch gute partnerschaftliche Strukturen, inklusive Visionen, transkulturelle Kompetenz und gemeinsame, belastbare Konzepte“.