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Neues von den Klimadialogen

Die Teilnehmer*innen des Projektes bereiten sich auf die nächste Begegnung in Mexiko vor. Viele Projekte wurden schon verwirklicht.

„Müll in die Welt zu werfen ist wie die Welt in den Müll werfen!“ prangt in deutlich lesbaren Lettern auf einem weißen Stoff. Alejandro Vázquez führte kürzlich in Mexiko einen Workshop mit Jugendlichen zum Erstellen von Plakaten aus Recyclingmaterialien durch. Alejandro ist Teilnehmer der Klimadialoge/ Diálogos Climáticos. Seit Sommer 2018 läuft das Austauschprojekt, bei dem sich junge Menschen aus Deutschland und Mexiko zu Fragen rund um Umwelt und globale Gerechtigkeit austauschen, fortbilden und eigene Aktionen umsetzen.

Nach der ersten Begegnung im vergangenen Juli in Deutschland befinden sich die Teilnehmenden derzeit in der sogenannten Zwischenphase: Sie bereiten auf Grundlage dessen, was sie sich in der ersten Begegnung erarbeitet haben, Projekte und Aktionen vor, die jede*r in seinem/ihrem Umfeld umsetzt. Die Betrachter von Alejandros Workshopergebnissen werden still, aber eindringlich gefragt: „In was für einer Welt willst du leben?“.

Carolina Uribe, ebenfalls Teilnehmerin aus Mexiko, organisierte gemeinsam mit der Kolpingsfamilie Santa Cruz eine Kleidertauschparty mit vielen Tischen voller brauchbarer Stücke, die ganz ohne Geld ihre*n Besitzer*in wechseln konnten. Nebenbei wurden die Anwesenden über Umweltverschmutzung und Arbeitsrechtsverletzungen informiert, die die Textilindustrie verursacht und dazu angeregt, die zu Hause in Schubladen und Schränken schlummernden Ressourcen gut zu nutzen. Alle sind gespannt auf die zweite Auflage dieses Events.

Einige der deutschen Teilnehmerinnen vertraten im Frühjahr 2019 die Klimadialoge auf dem BNE-Festival (Bildung für nachhaltige Entwicklung) des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes NRW. Dort präsentieren sie die erste Begegnungsphase des Projektes und nutzen den Austausch mit anderen Engagierten zum Thema Nachhaltigkeit. Unterstützt wurden Sie vom BDKJ-Diözesanverband Paderborn. Auch NRW-Umweltministerin Ministerin Ursula Heinen-Esser konnten sie dabei das Projekt vorstellen.

Weitere Projektideen sind die Herstellung organischer Produkte und ökologisch nachhaltiger Lebensmittel sowie die künstlerische Aufarbeitung der Themen. Während die Teilnehmenden ihre Aktionen umsetzen, stecken die Teamerinnen sowohl in Deutschland als auch in Mexiko schon in den Planungen für das nächste Vorbereitungsseminar, bei dem es nicht nur aktuelle Informationen, sondern mit Sicherheit viel Motivation für die Begegnung im Juli in Mexiko-Stadt geben wird.