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Kolpingwerk erneuert Forderung nach mehr Achtsamkeit für Einsamkeit

Verbandliches Thema nun auch in der bundespolitischen Debatte

Im vergangenen Jahr rückte der Diözesanfachausschuss Ehe – Familie – Lebenswege das Thema Einsamkeit in den Mittelpunkt seiner Tätigkeit. Nun beschäftigt sich auch die Bundesregierung mit dem Thema.

Großbritannien macht es vor. Vergangenen Mittwoch berief Theresa May dort einen Regierungsbeauftragten für Einsamkeit und wachsende Isolation. Diese Themen seien ebenso tödlich wie schwere Krankheiten, so die britische Premierministerin.  Auch die deutsche Bundesregierung fordert nun, das Thema zu enttabuisieren und Einsamkeit als gesellschaftliches Problem wahrzunehmen. Diakonie-Präsident Ulrich Lilie äußerte sich zu den Plänen der Bundesregierung wie folgt: „Einsame Leute wieder in die Gesellschaft zu holen, ist eine Aufgabe, die man nicht einfach kommerziellen Anbietern wie Facebook oder Partnerschaftsbörsen überlassen darf. Wir brauchen ein Bündnis aus Politik und gesellschaftlichen Gruppen, wie Kirchen, Wohlfahrtsverbänden, Sportvereinen und kulturellen Einrichtungen“.

Bereits im Oktober des vergangenen Jahres machte das Kolpingwerk Diözesanverband Paderborn auf genau dieses Thema aufmerksam. Immer mehr Menschen leben allein, haben keine eigene Familie, fühlen sich einsam. Um auch diese Menschen mit unseren verbandlichen Ideen zu erreichen, sie in unsere Mitte aufzunehmen und mit ihnen unsere Werte zu teilen, ist Teil unseres Auftrags. Aufgrund dieser Überlegungen entstand die Arbeitshilfe „Allein und Teil der Gemeinschaft – Alleinstehende Menschen bei Kolping“, die im Servicebereich unserer Homepage zu finden ist und nicht nur für die Kolpingarbeit wichtige Anregungen zum Thema Einsamkeit gibt. „Die größte Gruppe der alleinlebenden Menschen finden wir nicht bei Senioren, sondern in der Altersgruppe der 25-45-Jährigen. Viele von ihnen leben auf eigenen Wunsch hin allein. Sie suchen fernab von Ehe und Familie Glück und Zufriedenheit im Alleinsein“, sagt Wilfried Joh. Schacker, der maßgeblich an der Erarbeitung der Arbeitshilfe beteiligt war.

Einer Studie der Ruhr-Universität Bochum zu Folge gibt es jedoch keine Altersgruppen, in denen sich Menschen nicht einsam fühlen. „Den Blick dafür zu schärfen, wo sich Mitmenschen Kontakt wünschen, sie persönlich anzusprechen und ihnen Möglichkeiten aufzuzeigen, einen Platz in der Gemeinschaft zu finden, beziehungsweise sie dabei zu unterstützen, aktiv am alltäglichen Leben teilzunehmen, ist ein Auftrag, der uns allen gilt“, so der Vorsitzende des Kolpingwerks Diözesanverband Paderborn, Stephan Stickeler. Wir werden weiter an diesem Auftrag arbeiten.

Text: Ramona Linder