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Studienreise „Grüne Metropole Europas“

„Berlin, ick liebe dir!“ ist das Fazit zur Studienreise der Akademie 60+ nach Berlin im Juni 2018.

Während ihrer 5-tägigen Reise konnten die 30 Teilnehmenden die Bundeshauptstadt bei sommerlichen Temperaturen erleben. Ein besonderes Augenmerk galt dem städtebaulichen Wandel, der seit 1989 die Zusammenführung von zwei Millionenstädten, zum heutigen Berlin vollzog. Bereits auf der Anreise wurde mit dem Wasserstraßenkreuz Magdeburg ein Bauwerk besichtigt, das bereits vor 100 Jahren geplant, begonnen, gestoppt und nach der Wiedervereinigung, im Jahr 2003 fertiggestellt wurde.

Neben verschiedenen Parkanlagen wie dem „Geschichtspark Ehemaliges Zellengefängnis Moabit“, dem „Volkspark Friedrichshain“, dem „Tempelhofer Feld“ wurden die „Gärten der Welt“ besucht. Sie sind Teil eines Erholungsparks in Berlin-Marzahn, in dem 2017 die Bundesgartenschau stattfand. Die vielen Parkanlagen und Grünstreifen Berlins, boten den Bewohnern während der Teilung die Möglichkeit der Naherholung, da sie nicht, wie die restlichen Bewohner Deutschlands mal kurz ins Sauerland, an die See oder in den Schwarzwald fahren konnten. Anders als in vielen anderen Regionen werden die Parkanlagen in Berlin von der Bevölkerung ausgiebig genutzt. Ein Schild „Betreten der Rasenfläche verboten“ ist in Berlin nicht zu finden. Hier wird sich gesonnt, gespielt und mit der gesamten Familie gefeiert. Die öffentlichen Brunnen werden von Kindern zum Planschen genutzt und Erwachsene kühlen sich hier an heißen Sommertagen die Füße.

Im Rahmen der Studienreise wurde auch die Jugendfreizeiteinrichtung „FAIR“ im Bezirk Marzahn, einem sozialen Brennpunkt besucht. Die Einrichtung wird vom Humanistischen Verband betrieben und ist für Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 8 und 18 Jahren oft der einzige Anlaufs- und Betreuungspunkt. Für 50 Cent am Tag erhalten die jungen Menschen auch eine warme Mahlzeit und sammeln dafür häufig Pfandflaschen, , um an das Geld für die Mahlzeit zu gelangen. Die Erzählungen rund um das Leben der Kinder löste große Bestürzung innerhalb der Gruppe aus. So wurde spontan eine Sammlung organisiert, die 150 Euro für die Einrichtung einbrachte. Aufgestockt wurde diese Geld von Hans Suhr, Kolpingbruder aus Berlin, der die Gruppe durch die Hauptstadt führte. Er spendete sein Geburtstagsgeld in Höhe von 100 Euro, welches er zuvor von der Gruppe geschenkt bekam. Ein weiteres Geschenk bestand aus mehreren Paketen Tatico Kaffee für die Leitung und Mitarbeitenden der Einrichtung.

Am vorletzten Tag besuchte die Gruppe Potsdam. Der Tag begann mit einer Schifffahrt auf dem Wannsee zur langen Brücke nach Potsdam. Der unter Denkmalschutz stehende Sakralbau der Nikolaikirche war erster Anlaufpunkt bevor es ins Holländische Viertel ging. Nach einem Besuch in den Gärten von Schloss Sanssouci nahm ein großer Teil der Gruppe am Vorabendgottesdienst in der Kirche St. Marien am Behnitz teil. Neben Pfarrvikar David Hassenforder, Präses der Kolpingsfamilie Spandau, konzelebrierte unser mitgereister Diözesanpräses Sebastian Schulz in der Messe. Für die anderen Teilnehmer stand die „Lange Nacht der Wissenschaft“ auf dem Programm.

Eine rundum gelungene Reise, darüber waren sich die Teilnehmenden zum Abschluss einig. Auch Konrad Bröckling und Beate Hinz zeigten sich glücklich und zufrieden, „es war eine tolle Gruppe und trotz des großen Altersunterschieds hat es wunderbar harmoniert. Typisch Kolping halt.


Text und Bilder: Beate Hinz

Bilder: (v. oben n. unten) Christlicher Garten in den „Gärten der Welt“; Diözesanpräses Sebastian Schulz im Probenraum der Jugendfreizeiteinrichtung „FAIR“; Märchenbrunnen Volkspark Friedrichshain; Reisegruppe am Berliner Hauptbahnhof