Fotos, Filme, Layout und Künstliche Intelligenz: Praktische Hinweise und Downloads
Auf dieser Seite haben wir nützliche Tipps zusammengestellt, die Kolpingsfamilien für ihre Öffentlichkeitsarbeit nutzen können. Aktuell hinzugekommen sind Tipps und rechtliche Hinweise zu Künstlicher Intelligenz. Alle Links auf dieser Seite führen zu Angeboten, die (zumindest in ihren jeweiligen Basisversionen) kostenlos genutzt werden können.

Künstliche Intelligenz kann bei der Erstellung von Texten, Bildern, Videos und Grafiken für die Öffentlichkeitsarbeit eine große Hilfe sein. Es gilt jedoch, eine Reihe rechtlicher Rahmenbedingungen zu beachten, die nicht nur für gewerbliche Anbieter gelten, sondern auch im Ehrenamt.
EU-Kennzeichnungspflicht für KI-generierte Inhalte
Die EU-Kennzeichnungspflicht gilt seit Anfang August 2026. Sie umfasst neben gewerblichen Anbieter*innen auch Vereine, also auch Kolpingsfamilien. Die Kennzeichnungspflicht soll vor allem vor Deep Fakes, Fake News und weiteren gefälschten Inhalten wie falschen Produktbeschreibungen oder Bewertungen schützen. Verstöße dagegen können mit zum Teil hohen Bußgeldern geahndet werden.
Im Kern sagt die Kennzeichnungspflicht: Überall dort, wo Nutzer*innen mit KI in Kontakt kommen, muss dies für sie klar erkennbar sein, wenn ansonsten eine Verwechslungsgefahr besteht.
Konkret heißt das: Bei Bildern und Videos muss ein Hinweis, wie zum Beispiel "KI-generiert", direkt ins Auge fallen. Ein allgemeiner Hinweis im Impressum oder als Hashtag unter einem Posting in den Sozialen Medien genügen nicht mehr. Rechtliche Vorgabe ist ein sichtbares Zeichen im oder zumindest am Bild. Beim Video: eine Einblendung zu Beginn und bei längeren Filmen auch wiederholt.
Auch Texte, die mit KI generiert und nicht verändert oder angepasst veröffentlicht werden, müssen als solche gekennzeichnet werden.
Es gelten lediglich folgende Ausnahmen:
KI und Urheberrecht
Dies ist in Deutschland aktuell ein rechtlich nicht geklärtes Thema. KI-erzeugte Werke sind nicht urheberrechtlich geschützt. Deshalb dürfen sie frei verwendet werden – allerdings von allen, nicht nur von der Person, die die Künstliche Intelligenz beauftragt hat. Also auch von anderen Kolpingsfamilien, Vereinen, Unternehmen, Parteien, etc.
Urheberrechtlich geschützte Werke in eine KI einzuspeisen (zum Beispiel Fotos aus den Suchergebnissen der Bildersuche einer Suchmaschine), um daraus neue Werke zu erzeugen, ist ein Verstoß gegen das Urheberrecht - und strafbar.
KI und Datenschutz
Geben Sie niemals personenbezogene Daten in eine KI ein, zum Beispiel die Daten von Mitgliedern. Tipp: diese Daten durch Platzhalter wie A, B, C, etc. ersetzen. Die Eingabe personenbezogener Daten ist auch problematisch, weil diese mitunter auf Servern in den USA oder anderen Ländern außerhalb der EU gespeichert werden. Dann gilt unter Umständen das Recht des jeweiligen Landes.
Fotos von Personen, für die das Persönlichkeitsrecht / Recht am eigenen Bild gilt, dürfen nicht ohne das Einverständnis der abgebildeten Personen in eine Künstliche Intelligenz eingegeben werden.
Wofür brauchen Sie das Foto? Zeitungen bevorzugen Querformat, Fotos bei Instagram sind meist quadratisch, für einen Flyer im Hochformat eignet sich ein Foto im Hochformat. Und die Profilbilder auf den gängigen Social-Media-Plattformen werden automatisch rund zugeschnitten. Denken Sie an den Einsatzzweck, wenn Sie Fotos machen. Nur selten eignet sich ein Foto für alle Einsatzzwecke.
Nah ans Motiv herangehen. Konzentrieren Sie sich auf das wichtigste Motiv und lassen Sie nebensächliche Dinge weg.
„Actionfotos“ sind besser als gestellte Gruppenfotos. Sie ziehen die Aufmerksamkeit viel stärker an. Außerdem macht jeder Verein Gruppenfotos. Mit anderen Motiven heben Sie sich von der Masse ab.
Fragen Sie Menschen nach ihrem Einverständnis, bevor Sie sie fotografieren. Nur in Ausnahmefällen dürfen Sie Fotos veröffentlichen, wenn Sie nicht das Einverständnis der abgebildeten Personen haben. Im Zweifel gilt: Fragen schafft Sicherheit für alle.
Laden Sie Fotos nicht einfach aus dem Internet herunter. Das ist strafbar und kann teuer werden. Nutzen Sie Bilddatenbanken wie Pixabay oder Ihre eigenen Fotos.

